Energie-Kompass: Was gibt mir Energie und was kostet Kraft?
Einleitung
Wir spüren, dass etwas nicht stimmt.
Wir fühlen uns häufiger müde, gereizt oder erschöpft. Aufgaben, die früher leicht gefallen sind, kosten plötzlich deutlich mehr Kraft.
Es entsteht dann der Eindruck, dass einfach zu viel los ist.
Doch nicht jede Belastung wirkt gleich.
Manche Tätigkeiten fordern uns und geben zugleich Energie. Andere entziehen über längere Zeit Kraft, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.
Der Energie-Kompass unterstützt dabei, persönliche Energiequellen und Energieräuber sichtbarer zu machen.

Warum sich ein Blick auf die eigene Energie lohnt
Resilienz bedeutet nicht, immer belastbar zu sein.
Resilienz bedeutet auch, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und gut für die vorhandenen Ressourcen zu sorgen.
Dafür ist es hilfreich zu erkennen:
-
Was stärkt mich?
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Was schwächt mich?
-
Wo verliere ich Energie?
-
Wo tanke ich neue Kraft?
Oft entsteht bereits durch diese Unterscheidung mehr Klarheit.
Reflexionsfrage 1
Was hat mir in den letzten zwei Wochen Energie gegeben?
Denken Sie an die vergangenen vierzehn Tage.
Fragen Sie sich:
Welche Situationen haben mir spürbar gutgetan?
Notieren Sie mindestens drei Beispiele.
Zum Beispiel:
-
ein gutes Gespräch
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Zeit in der Natur
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konzentriertes Arbeiten
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Bewegung
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Kreativität
-
Austausch mit anderen Menschen
Reflexionsimpuls
Energiequellen wirken häufig unscheinbar. Gerade deshalb werden sie leicht übersehen.
Reflexionsfrage 2
Was hat mich Kraft gekostet?
Betrachten Sie dieselbe Zeitspanne.
Fragen Sie sich:
Welche Situationen waren besonders anstrengend?
Notieren Sie alles, was Ihnen in den Sinn kommt.
Vielleicht:
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Unterbrechungen
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Konflikte
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Zeitdruck
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ständige Erreichbarkeit
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ungeklärte Erwartungen
-
zu wenig Pausen
Reflexionsimpuls
Belastung entsteht nicht nur durch die Menge der Aufgaben. Oft spielen Rahmenbedingungen eine große Rolle.
Reflexionsfrage 3
Wo tanke ich neue Energie auf?
Fragen Sie sich:
Wann fühle ich mich nach einer Tätigkeit erfrischt statt erschöpft?
Denken Sie dabei nicht nur an Urlaub oder Freizeit.
Auch im Arbeitsalltag gibt es oft Momente, die neue Energie schenken.
Reflexionsimpuls
Manche Menschen laden Energie durch Ruhe auf. Andere durch Bewegung, Austausch oder Kreativität.
Reflexionsfrage 4
Was möchte ich reduzieren?
Betrachten Sie Ihre bisherigen Antworten.
Fragen Sie sich:
Welcher Energieräuber beeinflusst meinen Alltag aktuell am stärksten?
Wählen Sie nur einen Punkt.
Reflexionsimpuls
Kleine Veränderungen sind oft wirksamer als große Vorsätze.
Reflexionsfrage 5
Was möchte ich häufiger tun?
Fragen Sie sich:
Welche Energiequelle soll in den kommenden Wochen mehr Raum bekommen?
Wählen Sie ebenfalls nur einen Punkt.
Reflexionsimpuls
Resilienz entsteht häufig nicht durch zusätzliche Aufgaben, sondern durch bewusst gesetzte Prioritäten.
Der Energie-Kompass
Schauen Sie nun auf Ihre Antworten.
Markieren Sie:
✅ Energiequellen
✅ Energieräuber
✅ Dinge, die Sie beeinflussen können
✅ Dinge, die Sie nur begrenzt beeinflussen können
Auswertung
Achten Sie auf wiederkehrende Muster.
Fragen Sie sich:
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Was stärkt mich regelmäßig?
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Was belastet mich wiederholt?
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Welche Energiequelle nutze ich zu selten?
-
Welchen Energieräuber möchte ich zuerst angehen?
Oft entsteht schon dadurch ein klarerer Blick auf die aktuelle Belastungssituation.
Weiterführende Impulse
Wenn berufliche Themen auch nach Feierabend präsent bleiben, lesen Sie den Reflexionsimpuls „Feierabend-Kompass: Was darf heute bei der Arbeit bleiben?“
Wenn Sie berufliche Belastung und Erholung bewusster gestalten möchten, lesen Sie auch den Artikel „Arbeit mit nach Hause nehmen: Warum Abschalten nicht immer gelingt“.
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